Auslandsbericht

14 Wochen Nachhaltigkeit

Im Rahmen meiner Ausbildung zum Logistikmanager absolvierte ich von Mitte August bis Ende November 2017 einen 14-wöchigen Auslandsaufenthalt. Ziel meiner Reise war die Region Katalonien, genauer gesagt die Stadt Barcelona, wo ich mir einen Praktikumsplatz in einem forstwirtschaftlichen Unternehmen namens SocialForest gesucht hatte. Weshalb keine Spedition? Weil Logistik nicht nur das Herumfahren von Gütern ist, sondern auch Lagerhaltung, Prozessoptimierung und Disposition. Und diese Bereiche müssen in jedem Betrieb abgedeckt werden.

Tatsächlich konnte ich viel Erlerntes aus Berufsschule und Ausbildungsbetrieb am neuen Arbeitsplatz einsetzen. So entwickelte ich beispielsweise ein neues Lagerkonzept, welches  Stauraum und Fluchtwege verbesserte.

Im Gegenzug profitierte auch ich von der mir völlig fremden Betriebsform. Ich konnte entdecken, dass ein Unternehmen nicht allein von wirtschaftlichem Erfolg abhängt, sondern von Nachhaltigkeit, welche auch einen sozialen und ökologischen Teilbereich besitzt. Dass mein Wirken sich direkt auf die Umwelt auswirkt, merkte ich, als ich mich mit dem Planen von Corporate Social Response-Projekten (CSR) beschäftigte. Dadurch war ich indirekt daran beteiligt, dass Mitarbeiter einer Spezialklinik durch Pflanzen von Pyrenäenkiefern nicht nur ihre Teamfähigkeit, sondern auch die CO2-Fixierung der umliegenden Wälder verbesserten.  Die Klinik besitzt nun eine schönere Umweltbilanz und hat eine neue Marketing-Option hinzugewonnen – kurzum, eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Darunter SocialForest und, da ich das Gelernte nach Deutschland trage, auch  Klumpp+Müller.

Benedikt Jakesch